Projekte
Orchesterprojekt:
SS 07: Barock-Projekt (Programm, Proben,
Listeneintrag s. Aushang im Musiktrakt)
WS 07/08: Musical-Projekt KISMET siehe:
http://www.ph-freiburg.de/fakultaet-2/kuenste/musik/ensembles/orchester.html
SS 08: Sinfonische Popmusik
WS 08/09: Französische Musik (Chabrier:
Suite; Saint-Saens: Karneval der Tiere)
SS 09: Purcell: Chaconne; Villa-Lobos:
Gitarrenkonzert (Solistin: Breitruck-Colares); Mozart: Klavierkonzert KV 466
(Solistin: Kurz) (9.7.)
Kinderkonzert
(für Grundschulen): Der Karneval der Tiere (10.6.)
WS 09/10: Musik einer Region: Freiburg (u.a.
Musik aus dem Bestand des erzbischöfl. Archivs, Freiburg)
SS 10: Tanz
WS 10/11: Kindheit in der Musik (Ausschnitte
aus der Nussknacker-Suite von Tschaikowksy, der Kindersinfonie von Mozart,
„Ma mére l´oye“ von Ravel sowie die Ouverture zu
„Hänsel und Gretel“ von Humperdinck)
SS 11: E. Elgar: Enigma-Variationen –
Purcell: Dido und Aeneas (in Zusammenarbeit mit dem Hochschulchor)
Laufende Dissertationsprojekte:
Renate
Schneider: Der Einfluss subjektiver Klangwahrnehmung auf Musikunterricht und
musikalische Praxis
Peter
Mall: Konzertvermittlung im Musikunterricht
Manfred Blassmann: Die Praxis des Vorsingens und ihr Beitrag in
der Entwicklung von musikalischer Kompetenz und Selbstkonzept
Forschungsprojekte:
Vorsingen im Musikunterricht (seit
2009)
Singförderung
durch Forderung – eine Bestandsaufnahme
Langfristiges Ziel des
Forschungsvorhabens ist eine systematische Erforschung unterschiedlicher
spezifischer Fördermöglichkeiten des Singens im Musikunterricht. Der
Fokus bei der hier beantragten explorativen Pilotstudie liegt auf der
empirischen Erforschung der Praxis des Vorsingens: a) im tatsächlichen
Unterricht, b) in Hinblick auf Einstellungen/Konzepte der Lehrerinnen und
Lehrer. Es geht um die Fragen, ob, wie und wodurch aus Lehrersicht durch den
gezielten Einsatz des Vorsingens von Kindern und Jugendlichen im
Musikunterricht, die Singfähigkeit von Kindern und Jugendlichen gefördert
werden kann. Gleichzeitig soll erforscht werden, inwieweit diese Methode unter
MusiklehrerInnen Anwendung findet. Zu diesem Zweck wird zunächst eine
Online-Befragung durchgeführt.
In leitfaden gestützten Interviews wird danach gefragt, welche methodisch-didaktischen
Aspekte bei Lehrerinnen und Lehrern bei der Durchführung des Vorsingens
eine Rolle spielen sowie welche Erfahrungen sie damit gemacht haben. Die
Ergebnisse der Vorstudie sollen publiziert und als Grundlage für einen
Forschungsantrag beim BMF genutzt werden.
Rechtsrock (in Zusammenarbeit mit
Prof. Dr. Albert Scherr; seit 2010)
Verbreitung
und Bedeutung bei Schülern
Zur Verbreitung und den Ursachen
rechtsextremer Orientierungen liegen zahlreiche Studien vor (s, etwa
Decker/Brähler 2006; Heitmeyer 2008). Auch die Verbreitung von Rechtsrock
unter Jugendlichen und seine Bedeutung für die Entstehung bzw.
Verfestigung fremdenfeindlicher, antisemitischer, rassistischer und
antidemokratischen Orientierungen bei Jugendlichen wird seit geraumer Zeit in
den Medien und im politischen Diskurs wiederkehrend thematisiert. Veranlasst
ist dies durch die Beobachtung, dass die Verwendung von Rechtsrock als eine Art
„Köder“ ein offenkundiges Element der Strategie des
organisierten und des subkulturellen Rechtsextremismus ist. Darauf bezogen
wurde wiederkehrend die Befürchtung geäußert, dass
entsprechende Musik als eine „Einstiegsdroge“ wirksam werde, da sie
emotionale Wirkungsebenen umfasse.
Empirische
Forschungen hierzu gibt es nur in Ansätzen. Bislang wurde versucht,
theoriegeleitet Ergebnisse der Musiksoziologie und –psychologie auf
Rechtsrock zu übertragen. Ergebnisse unmittelbarer Befragungen
Jugendlicher liegen in ausreichendem Maße noch nicht vor. Das beantragte
Forschungsprojekt will einen Beitrag dazu leisten, diese Lücke zu
schließen. Beforscht werden sollen - zunächst in der Form einer
explorativen Studie - die Verbreitung und Verwendung von Rechtsrock und die
Bedeutungen, die Schüler dieser Musil zuschreiben. In die Untersuchungen
sollen Jugendliche an Haupt-, Berufs-, Realschule und Gymnasien im Bereich des
Regierungspräsidiums Freiburg eingebunden werden. Die Ergebnisse werden im
Rahmen von Fachzeitschriften veröffentlicht.
Denkwerk
Musikgeschichte: Musik der Region Freiburg (gefördert von der Robert Bosch
Stiftung, Stuttgart; ab Sommer 2010)
Mit diesem
Projekt, das auf drei Jahre angelegt ist, erhalten Schülerinnen und
Schüler sowie Lehrer anhand ausgewählter Bereiche einen
Einblick in Möglichkeiten der musikwissenschaftlichen und musiksoziologischen
Forschung. In kleinen Forschungsprojekten werden sie anhand von Beispielen außerschulischer Lernorte sowohl
an empirische Forschungsmethoden als auch an Methoden theoriegeleiteter und
textgestützter Forschung herangeführt. Mögliche Unterrichtsvorhaben
werden in ausgewählten Schulstufen erarbeitet, erprobt und evaluiert.
Damit wird den Schülerinnen und Schülern sowie den Lehrern eine einerseits
praxisnahe, andererseits aber auch theoretisch fundierte Herangehensweise an
konkrete musikimmanente Fragestellungen ermöglicht. Durch die
musikalisch-stilistisch breite Streuung (Musik vom Mittelalter bis Jazz,
Pop-/Rockmusik) und die jeweilige Einbettung in soziale Kontexte wird ein
Bewusstsein für die Interdependenz der jeweiligen Musik und ihrer historisch-gesellschaftlichen
Variablen gefördert und geweckt. Zugleich besteht die Möglichkeit,
durch Experten aus den jeweiligen Sparten an den Forschungsgegenstand
herangeführt zu werden. Insgesamt werden innerhalb dreier Jahre drei
Durchgänge erprobt. Die Ergebnisse werden jeweils in Form von
(Gesprächs-)Konzerten, Kurzvorträgen, Ausstellungen, CD-Rom u.ä.
einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Nach Ablauf des
gesamten Projektes werden eine Gesamtdokumentation des Projektes und Handreichungen erarbeitet, die die
Teilprojekte auf andere örtliche Kontexte übertragbar.
Die Kooperationspartner sind: Wentzinger Realschule,
Freiburg; Realschule Denzlingen; Berthold Gymnasium, Freiburg; Jazz &
Rockschulen, Freiburg; Erzbischöfliches Archiv, Freiburg.
Kooperation
SWR-Sinfonieorchester Baden-Baden/Freiburg – Freiburger Schulen (seit
2010)
Schon
seit einiger Zeit bemühen sich Orchester, musikpädagogische Projekte
anzubieten und durchzuführen. Ebenso sind Kinderkonzerte integraler und
erfolgreicher Bestandteil der Programme vieler Symphonie- und Kammerorchester.
Jedoch gehen diese Bemühungen bisher meist ausschließlich von den
Orchestern aus, die damit Werbung in eigener Sache machen wollen.
Durch die
Begleitung der Entwicklung einer Modellkooperation (auf 3 Jahre angelegt) zwischen dem SWR
Sinfonieorchester Baden-Baden/Freiburg und drei Freiburger Schulen sollen die
Ergebnisse einer Integration von Musikprojekten und konzertpädagogischen
Maßnahmen in den regulären Musikunterricht anhand einer Fallstudie
erforscht werden. An dem Projekt ist auch die Musikhochschule Freiburg (Prof.
Dr. Hans Schneider/Lisa Wolf) beteiligt.
Die
durchgeführten Projekte werden mit Hilfe qualitativ zyklischer Verfahren
evaluiert. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse dienen der Weiterentwicklung der
Projekte, passender Fortbildungsprogramme sowie der angewendeten Testverfahren.
Befragungen
der Schüler werden mit Hilfe bekannter Verfahren durchführt, um
vergleichbare Ergebnisse zu bekommen. Dabei liegt der Fokus auf Verfahren zum
Schul- und Klassenklima sowie sozialer und emotionaler Erfahrungen
(Promotionsprojekt: Peter Mall).
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